Die alte Sinteranlage Duisburg, eine verlassene Metallfabrik im Ortsteil Duisburg-Meiderich, umfasste ein gigantisches Gelände, das sich am Rande einer Wohnsiedlung im Industriegebiet befindet.
Auf dem Gelände der verlassenen Sinteranlage
Einmal auf dem Gelände kann man der ehemaligen Zufahrtsstraße zur verlassenen Sinteranlage folgen. Nach etwa 2 Kilometern Fußweg erscheint schließlich auf der anderen Seite des Geländes eine große Sandfläche. Auf dieser Sandfläche stand noch bis 2015 einer der wohl großartigsten und ikonischsten Lost Places der Urbex-Szene in NRW, bis es hier zu einem tödlichen Unfall kam.
Die Umrundung eines großen Tals ist unumgänglich, da das Fabrikgelände hinter dem verwucherten Tal liegt. Die enormen Höhenunterschiede zur Straße sind markant und weisen auf die Berge an begrabener Schlacke und vielleicht ein weiteres Geheimnis darunter hin…
Das Tal links neben der Zufahrtsstraße erstreckt sich über eine große Fläche mit einem Durchmesser von etwa 500 Metern.
Auf der Sandfläche finden sich noch einige Überreste von alten Gebäuden, die früher zu der Sinteranlage gehörten. Früher stand hier auch der 121m hohe Schornstein mit seiner markanten Filteranlage um unteren Bereich, der erst 2020 gesprengt wurde.
Auf dem Plateau befinden sich unter anderem zugeschüttete Trichter für Gestein sowie mehrere Ruinen von Gebäuden.
Neben diesen Ruinen finden sich auch große, zugewucherte Parkflächen, auf denen noch alte Laternen und Scheinwerfer stehen.
Der Güterbahnhof an der Sinteranlage
Einige Hundert Meter weiter findet man einen großen Güterbahnhof, neben dem früher die Sinteranlage stand.
Von der Fabrik ist heute leider nichts mehr übrig und neben dem aktiven Güterbahnhof gibt es nicht mehr viel zu entdecken – jedenfalls nicht über der Erde, doch die alte Sinteranlage birgt noch ein anderes Geheimnis, das nur Insider kennen.
Da es sich bei dem Güterbahnhof noch um einen aktiven Rangierbahnhof handelt, fahren hier in regelmäßigen Abständen noch Güterzüge entlang. Manche von ihnen stellen beladene Wagons ab, die später weitertransportiert werden.
Das Verlassen des Geländes ist über die Schienen des Bahnhofs möglich, wird jedoch nicht empfohlen, da diese noch in Betrieb sind.
Das Hinausfinden über andere Wege kann leicht zu Verwirrung führen, da das Gelände aufgrund des starken Bewuchses an vielen Stellen gleich aussieht. Außerdem liegt ein Großteil des Sinter-Areals auf einer Anhöhe, die zur Straße im Süden bis zu fünf Meter Höhenunterschied aufweist.
Sobald jedoch der Turm von Linde-Gas einmal in Sichtweite ist, sollte es keine Schwierigkeiten mehr geben.
Am Leichtesten ist es, einfach der Straße bis zum Tor zu folgen.










