Zeche Auguste Victoria Schacht 8

Die Zeche Auguste Victoria ist ein seit Dezember 2015 geschlossenes Steinkohlenbergwerk.

Die Förderleistung des Bergwerks lag im Jahr 2000 bei etwa 3,54 Millionen Tonnen Kohle.

Im Jahre 1963 wurde der Schacht 8 im Feld Lippramsdorf, das etwa drei Kilometer nördlich der Schachtanlage 3/7 liegt, als Wetterschacht für das nordöstliche Grubenfeld der großen Zechenanlage abgeteuft. Im Jahre 1972 wurden die Grubenfelder 3/7 und 8 miteinander verbunden. So wurde die Anlage 1978 zum Seilfahrts- und Materialförderschacht ausgebaut. Außerdem wurde der Schacht vertieft und bis 1980 auf etwa 1330 Meter Tiefe weitergeteuft.

1987 wurde der Schacht 9 als Ergänzung erbaut, der ein weiterer Seilfahrt- und Materialförderschacht werden sollte. Er wurde bis auf eine Tiefe von rund 1200 Metern geteuft und begann seinen Betrieb im Jahr 1990.

Im Jahr 2001 wurde das Bergwerk Auguste Victoria mit dem Bergwerk Blumenthal/Haard zum neuen Verbundbergwerk Auguste Victoria/Blumenthal zusammengelegt.

Blumenthal/Haard war dabei ein sogenanntes Verbundbergwerk, das aus der Zeche General Blumenthal und dem Bergwerk Haard, der früheren Zeche Ewald Fortsetzung, bestand.

Bei der Zusammenlegung wurde ein Teil des Haltern-Feldes sowie die Schachtanlagen 1/2 in Haltern dem Bergwerk Auguste Victoria angeschlossen. Alle weiteren Schachtanlagen der Zeche General Blumenthal/Haard wurden abgeworfen.

Mittlerweile wurde das Haltern-Feld jedoch abgedämmt und die beiden Schächte Haltern 1 und Haltern 2 verfüllt. Somit wurde der Verbund aufgelöst und das Bergwerk heißt seit dem 1. Januar 2007 wieder Bergwerk Auguste Victoria.

Eckdaten zum Schacht 8 Auguste Victoria

  • 1963 Beim Schacht 8 beginnt die Teufung
  • 1967 Der fertige Schacht wird in Betrieb genommen
  • 1972 werden die Grubenfelder 3/7 und 8 miteinander verbunden
  • 1978 Ausbauung der Anlage zu einem Seilfahrts- und Materialförderschacht
  • 1987 wird Schacht 9 als weiterer Seilfahrt- und Materialförderschacht werden sollte
  • 2000 werden zu Hochzeiten etwa 3,54 Millionen Tonnen Kohle gefördert
  • 2001 Die Zechen Auguste Victoria und Blumenthal/Haard werden verbunden und Schacht 8 gelangt zur neuen Zeche Auguste Victoria/Blumenthal.
  • 2007 wird das Bergwerk nach der Aufhebung des Verbundes wieder Auguste Victoria genannt
  • 2016 Der Schacht 8 wird stillgelegt
  • 2022 wird über den Abriss des Geländes diskutiert

Heutige Verwendung des Schachts 8 AV

Im Jahre 2022 war durch den heutigen Inhaber RAG-Montanimmobilien der Abriss der Zeche geplant. Doch es gibt Diskussionen, den Förderturm aufgrund seiner Bauweise und der verbauten Technik, zu einem Denkmal zu erklären. Das sind jedenfalls die Pläne des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Stadt wiederum plant gewerbliche Verwendungen für das Gelände, schließt eine gemeinsame Lösung jedoch nicht aus.
So wird bereits das verlassene Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich gewerblich genutzt und ist dennoch ein geschützter Ort.

Kameraüberwachung auf dem Zechengekände

Das Gelände wird übrigens mit Kameras fernüberwacht. So befindet sich auf einem etwa 20 Meter hohen Mast eine Kamera, die auf das verschlossene Eingangstor gerichtet ist.
Passanten berichten von einem Sicherheitsdienst, die gelegentlich über die Anliegerstraße an das Gelände heranfährt und nach dem Rechten sieht.

Weitere Informationen

Einschätzung des Ortes

Bekanntheit
30%
Gefahr
35%
Vandalismus
15%
Schwierigkeit des Betretens
35%

Adresse von Zeche Auguste Victoria Schacht 8

51°42’47.1″N 7°07’09.2″E
51.712, 7.1188

Zeche Auguste Victoria Schacht 8 Wegbeschreibung

Das ehemalige Zechengelände befindet sich ein Stück hinter dem ausgeschliderten „Parkplatz Lippe“ an der Lippramsdorferstraße. Der große Förderturm ist bereits aus einiger Entfernung erkennbar.

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Zeche Auguste Victoria Schacht 8
Ein riesiger Förderturm in Form eines "A" ragt über den Wald hinaus. Er gehört zu Schacht 8 der Zeche Auguste Victoria
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Ein riesiger Förderturm in Form eines „A“ ragt über den Wald hinaus. Er gehört zu Schacht 8 der Zeche Auguste Victoria. Es ist ein ganz besonderer Lost Place. Wir haben ihn dokumentiert und über Hintergründe recherchiert.

Das ehemalige Zechengelände befindet sich ein Stück hinter dem ausgeschliderten „Parkplatz Lippe“ an der Lippramsdorferstraße. Der große Förderturm ist bereits aus einiger Entfernung erkennbar.

Beim Betreten solltest du dich dennoch über geltene Rechte informieren und den Lost Place nicht alleine betreten.
Du findest diesen Ort unter 51°42’47.1″N 7°07’09.2″E. Bitte informiere dich zuvor über Rechte und Gefahren.

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